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die Rollenspiel Community — 8 Kommentare

  1. Habe letztes Jahr auch die Erfahrung gemacht, nach längerer Foren-Abstinenz. Sehr unangenehm, aber die meisten Communities sind leider ziemlich eingefahren (und/oder hinter Meinungsmachern versammelt) und nicht halb so offen und tolerant, wie gerne getan wird. Habe ich auch keine gute Lösung zu, außer eben ein Blog betreiben statt in Foren zu posten.

    • Ich hatte vor zwei, drei Jahren angefangen gewisse FB Gruppen, die ich lange nutze zu verlassen.
      Dann bin ich wieder zurück zu den Platzhirschen, stellenweise existierten die alten Accounts sogar noch.

      Davon ist nur das Tanelorn übrig geblieben und eigentlich auch nur, weil ich dazu eine gewisse Verbindung wegen des GroFaFos habe aber so wirklich animiert da mich noch groß zu beteiligen habe ich aktuell nicht.
      Es sind sogar wieder mehr FB Gruppen geworden, da ist aber auch nur tote Hose angesagt aber es ist ja auch Sommer.

  2. Ich finde es schwierig, Austausch zu betreiben, wenn abweichende Meinungen gleich als Provokation aufgefasst werden. Wenn es nicht geduldet wird, dass abweichende Meinungen diskutiert werden dürfen (in einem Diskussionsforum!).

    Auch ein Problem: Wenn man anderen Teilnehmern nicht offen sagen darf, dass sie sich im Ton vergriffen haben, weil die auf dem hohen Ross sitzenden Moderatoren diese Wertung für sich reservieren wollen.

  3. Ich möchte mal eine Lanze für Admins und Mods brechen, auch wenn ich viele selbst problematisch finde. Es ist irgendwo zwischen sehr schwierig und unmöglich, genau das richtige Maß an Moderation zu finden. Geht man zu “hart” vor, dann unterdrückt man die freie Meinungsäußerung oder zensiert und wird dafür beschimpft.Versucht man, die Diskussion möglichst laufen zu lassen und schreitet nur dann ein, wenn es eindeutig unter der Gürtellinie läuft oder schlichtweg in Illegale rutscht, dann ist man zu lasch. Die Empfindung schwankt natürlich sehr stark, ob man selbst moderiert wurde oder eine Moderation eines Diskussionspartners wünschen würde. Letztendlich ist es das selbe wie mit der ewigen Schiedsrichter-Diskussion in so ziemlich jedem Teamsport mit Ball: Wie man’s macht, macht man es falsch! Die Anonymität einer Diskussion im virtuellen Raum führt leider einfach dazu, dass sich Viele benehmen, als wäre ihr “Kontrahent” kein Mensch. Ich habe das Gefühl, dass z.B. die Benutzung von echten Namen statt Pseudonymen ein wenig hilft, aber nur innerhelb von Gruppen, bei denen die Möglihckeit besteht, dass man sich zufällig mal wirklich trifft.

    • Ich habe sehr lang selbst administriert und moderiert, auf meinen Discord Servern mache ich das ja auch immer noch. Dabei haben wir als Team viel falsch gemacht und sind aber auch dazu mehr oder weniger gedrängt worden.
      Den Zensur Vorwurf, der hat ja schon Methode, wobei ich das Gefühl habe, der kommt Rollenspielbereich doch mittlerweile seltener vor.

      Auf jeden Fall weiß ich, wie schwer es ist aber nun einmal notwendig und was ich halt bemängle, das manche die Situation nicht berücksichtigen oder das sowas kommt wie: “Ja, ich weiß wie scheiße das ist aber es ist von der Hausordnung abgedeckt!” Mir ging es in der Tat aber weniger um diese Seite der Forenlandschaft, auch wenn die einen gewissen Teil einnahm.

      Nur reale Namen? Nein danke, auf keinen Fall. Zum einem kann man es sowieso nicht sinnvoll nachvollziehen, zum anderen ich trenne gewisse Dinge, persönliches, berufliches und Hobby und in diesem Hobby benutze ich halt einen Alias.

  4. Hehe, ist nicht gelungen, das ist doch ein Rant geworden 😉 Und an kleinen Stellen vielleicht etwas zu viel des Guten. Aber grundsätzlich kenne ich deine Situation und kann dir bestätigen, dass es deutlich länger als 2 Jahre schon so ist. Ich weiß gar nicht mehr vor wie vielen Jahren ich Foren im speziellen und später auch vielen anderen Diskussionsgemeinschaften den Rücken gekehrt habe (z.B. die RSP-Gruppe auf Facebook oder dem Großteil der deutschen Rollenspielergruppe damals auf g+, obwohl g+ ansonsten echt zivil war). Ich war auf g+ und bin auf Twitter moderat aktiv und da habe ich eigentlich genug Kontakte, wo Diskussionen nicht eskalieren. Für mich ist das dieselbe Kultur, die generell in Sexismusdebatten in allen Nerd-Kulturen angeführt wird, auch wenn nicht unbedingt jeder, der mit einem so “diskutiert” ein Sexist sein muss. Mittlerweile greift es ja auch auf viele andere Bereiche über und gerade in der politischen Diskussion ist es fatal. Meiner Ansicht nach hilft nur ruhig und sauber zu bleiben und zu zeigen, dass es auch anders geht. Bleibt zu hoffen, dass es irgendwann mehr Leute annehmen, aber die Hoffnung ist nicht übermäßig groß 🙁

    • Wo ist das denn bitte ein Rant geworden?
      Ich habe mich nicht ausgekotzt, sondern nur meinen Eindruck geschildert von dem, was ich in den letzten Jahren erlebt habe.
      Subjektiv natürlich, so darf das in einem Blog auch sein, das genieße ich auch richtig.

      Sauber bleiben ist ein gutes Stichwort, darin versuche ich mich auch zu üben und wenn mich irgendetwas aufregt, lieber erstmal gar nicht drauf zu reagieren und mich nicht provozieren zu lassen, was mir deutlich schwerer fällt.

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